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„Tatort Eifel“ verleiht Krimipreis ROLAND 2015 für schwarzen Humor aus Österreich

„Glückliches Österreich, das den Mut zu solchen Produktionen hat und ein Publikum dafür“, sagte Dietmar Bär in seiner Laudatio. Ferner hob er hervor, dass das Triumvirat Haas, Murnberger, Hader aus den Büchern, die eigentlich als unverfilmbar galten „großartige Filme“ gemacht hätte. „Die Jury ist begeistert von den vielen einfallsreichen Details und vom Timing der perfekt geschriebenen und inszenierten Szenen. Durch diese Elemente hebt sich die Reihe vom Meisten, was der deutsche Krimimarkt zu bieten hat, deutlich ab“, betonte Bär. Neben  ihm bestand die namhaft besetze Jury aus Produzentin Gloria Burkert, Regisseur Hajo Gies, „TV-Spielfilm“-Redakteurin Martina Kalweit, Filmwissenschaftler Prof. Dr. Karl Prümm und Rheinland-Pfalz Kultursommer Chef Prof. Dr. Jürgen Hardeck.

Seit der ersten Verfilmung aus dem Jahr 2000 „Komm süßer Tod“, ermittelt der aus dem Polizeidienst entlassene melancholische Simon Brenner und begeisterte die stets wachsende Fangemeinde auch mit den Folgefilmen „Silentium“ (2004), „Der Knochenmann“ (2009) und in diesem Jahr „Das ewige Leben“. Als herausragend wurde von der Jury auch die schauspielerische Leistung eingestuft: Josef Hader, der der Figur des Brenner durch sein Spiel eine ganz besondere Färbung gibt, sowie sämtliche Nebenrollen, die in jedem Film bis in die Kleinste exzellent besetzt sind. „Die Reihe hat nicht nur eine ganz eigene Handschrift, sondern kann sich außerdem rühmen, das in Deutschland an der Kinokasse wenig beliebte Genre Krimi auf der großen Leinwand wieder neu belebt zu haben“, sagte Bär und hoffte, dass im besten Fall dies auch ein Antrieb für die deutschen Kinoproduktionen sein könnte.

Der ROLAND, ein aus Blei gegossener Rabe, wurde in diesem Jahr zum siebten Mal vergeben. Bisherige Preisträger waren: der Namensgeber und Pionier der ersten Stunde im Fernsehkrimi Jürgen Roland, Schauspieler Götz George, Drehbuchautor Rolf Basedow, Schauspielerin Senta Berger sowie die Schauspieler Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl („Tatort“ München) die ARD-Krimiserie „Mord mit Aussicht“ sowie der Dominik Graf Film „Das unsichtbare Mädchen“.

Ebenfalls wurde auf der Abendgala der Deutsche Kurzkrimi-Preis verliehen. Hannelore Elsner überreichte den ersten Preis an Ingrid Kaltenegger aus Köln für ihre Geschichte „Punks not dead“. Der zweite Preis ging an Petra Steuber für „Diesmal winkst du“ und Martin Brust erhielt den dritten Preis für „Zuckerschlecken“. Die Auszeichnungen nahmen die Schauspieler Sabine Postel und Oliver Mommsen vom Bremer-„Tatort“ vor. Der Deutsche Kurzkrimi-Preis wird alle zwei Jahre im Rahmen des Krimifestivals „Tatort Eifel“ vergeben und ist ein Talentwettbewerb, der junge Autoren dazu einlädt, in kurzer literarischer Form eine originelle Geschichte zu entwerfen, die stets einen Bezug zur Eifel hat. In diesem Jahr war das Motto „Helden und Legenden“. Der Wettbewerb wird in Zusammenarbeit mit dem KBV Verlag ausgeschrieben.


Tatort Eifel ist eine Veranstaltung des Landkreises Vulkaneifel und des Landes Rheinland-Pfalz
und findet im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz statt.



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